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Wir schreiben den 5. Nachtal, im Jahr der
Schlange.
Es sind schwierige Zeiten für die Talländer.
Von Norden bedrohen Armeen der Zentarim das Land und des Nachts
überfallen die Dunkelelfen die Dörfer, während eine andere Macht
auf Fearûn immer stärker wird, eine Macht epischer Ausmaße. Umso
ironischer ist es, dass kaum ein Bewohner dieser Welt etwas von
dieser Gefahr mitbekommt. Die Menschen, Elfen, Zwerge, Gnome und
Nîn sind zu beschäftigt mit ihren eigenen Angelegenheiten, zu
beschäftigt mit ihren Intrigen und Spielchen. Ich wandle nun schon
seit einigen Tausend Jahren in den Reichen, doch es hat sich vieles
geändert. Jeder, unabhängig von Herkunft und Geburt, scheint
bemüht, sich nur um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Ist
die Ära der Helden vorbei? Ich erinnere mich an Zeiten, als Ritter
in strahlenden Rüstungen selbstlos unterdrückten Dörfern
beistanden, als Waldläufer armen Bauern ihre Dienste für eine
warme Suppe anboten und als Kleriker die Wunden der Verletzten nur
für ein Gebet als Zahlung heilten. Ist die Ära der Helden vorbei?
Nein! Denn in diesem Moment schlägt sich
eine Gruppe von Helden ganz allein und ohne Aussicht auf Erfolg
durch das Unterreich. Diese Helden haben die Offenbarung des
Untergangs gespürt, der von Eingeweihten nur "Der große
Wiedergang des Drachen" genannt wird. Sie machten sich im
Auftrag Randal Morns aus Dolchfall auf, um die Überfälle der Drow
aus Szith Morcane aufzuklären und ihnen ein Ende zu setzen. Doch
bei ihren Untersuchungen stellten sie fest, dass der Lolthkult in
dieser Ansiedlung ausgelöscht und durch einen blühenden
Kiaranseleekult ersetzt worden war. Und sie stießen auf weitere
Hinweise des "Wiedergangs". Sie trafen auf eine
Verbündete, mit der sie nicht gerechnet hatten, einer Freundin, die
zugleich ihr Feind ist und die sie über die Ereignisse aufklärte.
Sie erfuhren von Irae T'sarran und ihren Plänen ganz Faerûn
erzittern zu lassen und fanden heraus, dass der Außenposten Szith
Morcane von Iraes Tochter Dorina beherrscht wurde. Ihre neue
Freundin berichtete ihnen auch, dass die Überfälle ein
Rachefeldzug des jungen Prinzen Zedarr waren, dem Bruder von Dorina.
Und so wagte sich diese Gruppe tapferer Helden, in das innerste
Heiligtum von Szith Morcane vor und beendete die
Schreckensherrschaft Dorinas und die Überfälle durch Zedarr mit
einem gewaltigen Schlag. Doch auch die Verluste in den eigenen
Reihen waren nicht unerheblich. Selbstlos riskierten sie für die
Menschen in Dolchtal ihr Leben und einige gaben es sogar.
Die unmittelbaren Probleme Dolchtals waren
somit gelöst, aber in Wahrheit hat ihr Abenteuer gerade erst
begonnen. Denn kaum war diese Aufgabe erfüllt, stießen sie auf
eine neue Spur, den "Wiedergang" ein drittes und letztes
Mal abzuwenden. Und möglicherweise haben diese tapferen Recken auch
schon den Tunnel gefunden, der weiter führt, tiefer ins Unterreich,
bis nach Maerimydra.
- aus dem Buch der historischen
Aufzeichnungen,
Elminster von Schattental
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