Reisetagebuch
 
Dhune Nevyhr, Reisetagebuch
27. Eleint 1359 T.Z.

Endlich habe ich die Gelegenheit gefunden, niederzuschreiben welch wahrlich unglaublichen Dinge sich in den vergangenen Tagen ereignet haben.

Die Ereignisse überschlugen sich, doch ich fange von vorne an.

Nach meinem Verlust Gloomes erholte ich mich langsam, aber die Trauer sitzt immer noch tief. Es wird viel Zeit vergehen, bis ich mir einen neuen Vertrauten herbeirufen werde.

27. Eleint 1359 T.Z.

Ich traf in Lohental Naglata - eine rote Zauberin aus Thay und sie erteilte mir nach regem Informationsaustausch einen Auftrag:
Ich soll ein verlorengegangenes Familienerbstück wiederbeschaffen - einen wertvollen Edelstein, den "Jasil von Thay".
Er soll in den Gewölben des Lindwurmturms in Mulmaster von Selfaril dort aufbewahrt werden - unrechtmäßig! Denn er gehört den Roten Zauberern von Thay.
Ich nahm den Auftrag natürlich an, denn für Thay, meine Heimat ist der Stein von großer Bedeutung. Außerdem ist die versprochene Belohnung sehr gut und meine Verbindungen zur Heimat und zu den Roten Zauberern verbessern sich, ein unschätzbarer Kontakt.
Auch meine Gefährten nahmen den Auftrag an und unterstützen mich in meinem Vorhaben - das war das erste mal dass ich Leute für ein eigenes Ziel anwarb. Ich bin froh dass ich die Leute schon kenne und einschätzen kann.

Wir brachen nach Mulmaster auf; zum einen um unseren Auftrag zu erfüllen und zum anderen, um gewissen Konspirationen nachzugehen und um die allgemeine Situation in der Stadt abzuwägen - Krieg ist immer ein riskantes Geschäft.
Es ereigneten sich noch einige hochinteressante Dinge, die ich jedoch nicht niederschreiben kann, da ich momentan davon ausgehe, dass ich ausspioniert werde. Ich weis noch nicht genau warum aber ich werde schon dahinter kommen.
Mit dieser Gruppe zu reisen birgt ein gewisses Risiko, aber sie ist einfach nützlich.
Leider verließ uns Andarell in Lohental, aber ein baldiges Wiedersehen schließe ich nicht aus.

Wir trafen die Entscheidung, mit halbwegs offenen Karten zu spielen und die Stadt vom Haupteingang her zu betreten.
Die Kampfhandlungen wurden offensichtlich eingestellt, denn Zenthiler Soldaten patroullierten in der Stadt und Umgebung.
Wir gelangten in die Stadt ohne größeres Aufsehen (von Jonas Gehabe mal abgesehen) und wir gelangten nach einigen Diskussionen mit Soldaten zu Selfaril persönlich.
Dieser hatte wohl gerade ein wichtiges Treffen mit einem düsteren Zauberer oder Priester und seinen Leibwächtern, aber er unterbrach die Sitzung und entlohnte uns wie vereinbart.
Baal war anwesend aber die Hochklinge ließ sich nichts anmerken.
Wir verließen den Turm wieder und die Machtaura dieses finsteren Fürsten war überwältigend.
Ich bin mir nicht sicher aber es könnte tatsächlich Manshoon aus der Zenthilfeste gewesen sein. Welch düsteres Anliegen könnte er wohl haben? Erst greift er Mulmaster an und dann sitzt er mit Selfaril an einem Tisch, als würden sie schon lange diplomatische Beziehungen pflegen? Seltsam...

Wir erledigten noch ein paar Geschäfte und dann geschah in der Hafengegend von Mulmaster ein weiterer merkwürdiger Zwischenfall:
Ein Betrunkener torkelte aus einer Taverne auf Baal zu und berührte ihn - im nächsten Augenblick sank Baal zu Boden und der Betrunkene entfernte sich schnell und verwandelte sich in einen Vogel!
Wir waren so überrascht, dass wir uns zunächst um Baal kümmerten - vergiftet wie es schien!
Tiriel stellte umgehend Nachforschungen in der Taverne an während Jona und ich Baal - mit einigen Schwierigkeiten mit Zenthiler Soldaten - zum Tymoratempel brachten.
Die Hand der Dame diagnostizierte direkt die Vergiftung und konnte gegen eine Gebühr Baal heilen, der sich schnell erholte.
Tiriel konnte leider nichts wirklich bedeutendes herausfinden.
Offensichtlich will jemand Baal los werden, leider haben wir keinen echten Anhaltspunkt wer das sein könnte.

Auf Grund der delikaten Informationen die ich erlangt habe kann ich momentan leider nicht alles niederschreiben - die Gefahr dass das Wissen in falsche Hände gerät ist zu riskant. Eventuell schreibe ich später mehr dazu.

So, Zeit zu ruhen, ich werde bald fortfahren.